
Dieser Santur wird nach alten Methoden hergestellt, die vom Vater an den Sohn weitergegeben werden. Die Santurs werden von Meister Sadeghi hergestellt, einem Sohn einer Familie, die Santurs herstellt. Meister Sadeghi stellt Santurs verschiedener Qualitäten her, und Goldar ist sein Flaggschiff unter den 9-Brücken-Instrumenten. Es besteht aus hochwertigem Walnussholz. Die Dekorationen auf dem Santur werden in einer Technik namens Munabat Kari hergestellt – einem Mosaikstil.
Der Santur
Die Santur, ein altes Instrument aus der Familie der Schlaginstrumente, war in alten Königreichen sehr verbreitet. Die verwendeten Hölzer waren gealterter Walnuss oder schwarzer Palisander, je nach gewünschtem Klang. Bevor es in die Region kam, war das Instrument in „Aschur“, dem heutigen Nordsyrien, verbreitet. Im Laufe seiner Verbreitung wurde der Santur zu einem anerkannten Instrument in diesem Bereich.
Wie viele andere Instrumente reiste die Santur in viele andere Länder und erhielt für jede Region eine besondere und einzigartige Form. Heute kann man die Unterschiede zwischen der armenischen, rumänischen, türkischen und indischen Version erkennen. Im Mittelalter begann der Santur im Westen aufzutauchen. Heutzutage ist es in der amerikanischen Volksmusik üblich, wo es den Namen „Hammered Dulcimer“ trägt. Der Santur gelangte auch nach Israel, wo er im Buch „Daniel“ als „Psanterin“ erwähnt wird, ein Instrument für heilige Gesänge. Es wird angenommen, dass der König von Babylon sich in die satten Klänge verliebte und das Instrument an seinen Hof übernahm. Aber erst in den glorreichen Tagen eines bemerkenswerten Führers verbreitete es sich buchstäblich in ganz Asien. Der Name „Santur“ leitet sich von einem Begriff ab, der „100 Saiten“ oder „viele Saiten“ bedeutet.
Die Santur wird durch Drehen von Metallwirbeln an der seitlichen Holzplatte des Instruments gestimmt. Es ist normalerweise auf die Tonleiter (Dastgah) des gespielten Liedes abgestimmt. Wenn ein Lied mehr als eine Tonleiter verwendet, muss der Spieler die Santur neu stimmen. Dies kann entweder durch eine veränderte Lage der kleinen Stege oder durch Stimmen über den Wirbelkasten erfolgen.
Santur-Spieler sind dafür bekannt, Noten mit äußerster Präzision zu erkennen, da das Stimmen des Instruments ausschließlich nach Gehör erfolgt. Um einen Klang zu erzeugen, schlägt der Spieler mit zwei Holzstäben auf die Saiten. Diese aus Olivenholz handgeschnitzten Stöcke sind am Rand mit Baumwolle oder Filz umwickelt, um den Klang zu mildern, ein Detail, das je nach Stil variieren kann.